NaWoh: Der Schlüssel zu Fördergeldern für Wohnprojekte

NaWoh: Der Schlüssel zu Fördergeldern für Wohnprojekte

NaWoh: Qualitätssiegel für nachhaltigen Wohnungsbau

„Noch ein Nachhaltigkeitssiegel? Braucht die Welt das wirklich?“ Die Antwort lautet: Ja – wenn es um bezahlbaren Wohnraum geht. Das Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau (NaWoh) ist kein weiteres Label, sondern ein strategisches Werkzeug, um Fördergelder zu sichern und nachhaltige Wohnprojekte umzusetzen.

Was ist NaWoh?

NaWoh-zertifiziertes Wohnprojekt Warndtstraße Ulm: Sozialer Wohnungsbau mit Holzfassade.
Warndtstraße Ulm: NaWoh-zertifiziertes Wohnprojekt mit sozialem Wohnungsbau. | Quelle: Stadt Ulm

NaWoh wurde vom Verein für nachhaltiges Bauen entwickelt und konzentriert sich auf Wohngebäude (Neubau und Komplettmodernisierung). Im Gegensatz zu anderen Zertifizierungen wie DGNB oder BREEAM liegt der Fokus auf:

  • Wohnqualität: Barrierefreiheit, Schallschutz, Raumluftqualität.
  • Ökologische Qualität: Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Klimaneutralität.
  • Ökonomische Qualität: Lebenszykluskosten, Wertstabilität.
  • Soziokulturelle Qualität: Gemeinschaftsflächen, soziale Durchmischung.
  • Technische Qualität: Dauerhaftigkeit, Wartungsfreundlichkeit.
  • Prozessqualität: Planungssicherheit, Dokumentation.
  • Standortqualität: Infrastruktur, Nahversorgung.

Warum NaWoh nutzen?

NaWoh ist kein zusätzliches Siegel, sondern eine Hilfe zur QNG-Zertifizierung. Das bedeutet:

  • Fördergelder sichern: QNG ist Voraussetzung für KfW-Förderungen (z. B. „Klimafreundlicher Neubau“).
  • Planungssicherheit: Klare Kriterien reduzieren Risiken in der Bauphase.
  • Wettbewerbsvorteil: Nachhaltige Wohnprojekte sind bei Mietern und Käufern gefragt.

Praxisbeispiel: Wohnanlage Warndtstraße in Ulm

Die Heimstätte Ulm realisierte 2025 ein NaWoh-zertifiziertes Projekt mit folgenden Merkmalen:

  • 120 Wohnungen mit sozialer Durchmischung (gefördert + frei finanziert).
  • Begrünte Dächer und Fassaden zur Förderung der Biodiversität.
  • Energieversorgung via Wärmepumpe und Photovoltaik.
  • Gemeinschaftsflächen für generationsübergreifendes Wohnen.

„Nachhaltigkeit beginnt in der Planung – nicht erst auf der Baustelle.“Architekturbüro Rogg

Fördergelder & QNG: Wie NaWoh hilft

NaWoh ist die Grundlage für das staatliche Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Das bedeutet:

  • Zugang zu Förderprogrammen: KfW-Programme wie „Klimafreundlicher Neubau“ (bis zu 15% der Bausumme).
  • Vereinfachte Antragstellung: NaWoh-Dokumentation kann direkt für QNG genutzt werden.
  • Kostenersparnis: Bis zu 30% geringere Betriebskosten durch nachhaltige Planung.

Fazit: NaWoh als Schlüssel zur Förderung

NaWoh ist kein „Nice-to-have“, sondern ein strategisches Werkzeug für:

  • Bauherren, die Fördergelder nutzen möchten.
  • Planer, die nachhaltige Wohnkonzepte umsetzen.
  • Investoren, die langfristige Wertstabilität suchen.

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Quellen:
NaWoh – Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau
Projekt Warndtstraße Ulm (Video)

BNB: Nachhaltigkeit für Bundesbauten – mehr als nur ein Siegel

BNB: Nachhaltigkeit für Bundesbauten – mehr als nur ein Siegel

BNB: Nachhaltigkeit für Bundesbauten – mehr als nur ein Siegel

„BNB? Das ist doch nur für Bundesgebäude – was bringt mir das?“
Falsch gedacht! Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ist das strengste Zertifizierungssystem für öffentliche Bauprojekte in Deutschland – und ein Vorbild für private Investoren. Warum? Weil es Nachhaltigkeit messbar, vergleichbar und umsetzbar macht.

Was ist das BNB-System?

Das BNB wurde vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) entwickelt und ist verpflichtend für alle Bundesbauten. Es bewertet Gebäude nach fünf Kriterien:

  • Ökologische Qualität (Energie, Materialien, Wasser)
  • Ökonomische Qualität (Lebenszykluskosten, Wertstabilität)
  • Soziokulturelle Qualität (Nutzerkomfort, Gesundheit)
  • Technische Qualität (Brandschutz, Barrierefreiheit)
  • Prozessqualität (Planung, Dokumentation)

Unterschied zu DGNB: BNB ist spezifisch für Bundesbauten und setzt höhere Standards in Energieeffizienz und Ressourcenschonung.

Praxisbeispiel: Finanzamt Garmisch-Partenkirchen

Das Finanzamt Garmisch-Partenkirchen (Fertigstellung 2023) ist eines der ersten BNB-zertifizierten Gebäude mit Gold-Status. Wie wurde das erreicht?

  • Energie: Plusenergie-Standard durch Photovoltaik + Geothermie.
  • Materialien: Recycelter Beton, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Nutzerkomfort: Tageslichtoptimierung, begrünte Innenhöfe.
  • Kosten: 15% geringere Betriebskosten im Vergleich zu Standardgebäuden.

„BNB ist kein Luxus – es ist eine Investition in die Zukunft.“

Bundesbauministerium

Finanzamt Garmisch-Partenkirchen: BNB-Gold-zertifiziert mit Plusenergie-Standard.
Finanzamt Garmisch-Partenkirchen: BNB-Gold-zertifiziert mit Plusenergie-Standard. | Quelle: Bundesbauministerium

BNB vs. DGNB vs. LEED: Was ist besser?

KriteriumBNB (Deutschland)DGNB (Deutschland)LEED (USA)
FokusBundesbauten, hohe StandardsGanzheitlich (Ökologie, Ökonomie, Soziokultur)Energieeffizienz
KostenMittel (0,3–0,5% der Bausumme)Mittel (0,3–0,5%)Hoch (0,5–1%)
Anpassung an DE✅ Optimal (lokalisierte Kriterien)✅ Optimal❌ Teilweise angepasst

Fazit: BNB – der Goldstandard für nachhaltige Gebäude

Das BNB-System ist:

  • Verpflichtend für Bundesbauten – aber auch für private Investoren interessant.
  • Messbar: Klare Kriterien und Bewertungssysteme.
  • Zukunftssicher: Hohe Standards in Energieeffizienz und Ressourcenschonung.

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Quellen