Grundresilienz

Was bedeutet Grundresilienz?

Grundresilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Gebäudes, Klimarisiken wie Hitze, Sturm, Hochwasser oder Extremwetterereignisse zu widerstehen und seine Funktionsfähigkeit sowie Werterhaltung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen. Sie ist ein zentrales Kriterium für zukunftsfähiges Bauen und wird von Zertifizierungssystemen wie DGNB und der EU-Taxonomie gefordert.

Mögliche Kriterien

  • Klimarisikoanalyse: Identifikation von Risiken wie Überflutung, Hitze oder Sturm.
  • Anpassungsfähigkeit: Flexible Gebäudestrukturen, die auf Veränderungen reagieren können.
  • Materialwahl: Verwendung robuster, langlebiger und recyclingfähiger Materialien.
  • Energieeffizienz: Reduzierung des Energiebedarfs durch passive Maßnahmen.
  • Notfallplanung: Vorbereitung auf Extremwetterereignisse (z. B. Hochwasserschutz).

Vorteile

  • Werterhalt: Längere Nutzungsdauer und geringere Instandhaltungskosten.
  • Sicherheit: Schutz von Bewohnern und Nutzern vor Klimarisiken.
  • Nachhaltigkeit: Reduzierung von CO₂-Emissionen durch längere Lebensdauer.
  • Compliance: Erfüllung gesetzlicher Vorgaben (z. B. EU-Taxonomie, DGNB).

Beispiele

Ein Beispiel ist das „Resiliente Bürogebäude in Rotterdam, das mit schwimmenden Fundamenten und hitzeresistenten Materialien ausgestattet ist. Es widersteht Überflutungen und Hitzeperioden ohne Funktionsverlust.

Fazit

Grundresilienz ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Gebäuden. Sie kombiniert Klimaschutz mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und wird zunehmend zur Pflicht für Bauherren und Planer. Besonders in Kombination mit Zertifizierungssystemen wie DGNB oder BREEAM kann Grundresilienz ihre volle Wirkung entfalten.