Environmental Product Declaration (EPD)

Was ist eine Environmental Product Declaration (EPD)?

Eine Environmental Product Declaration (EPD) ist ein standardisiertes Dokument, das die Umweltauswirkungen eines Bauprodukts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg transparent macht. EPDs basieren auf Ökobilanzen (LCA) und werden von unabhängigen Stellen geprüft. Sie sind ein wichtiges Instrument für nachhaltiges Bauen und werden von Zertifizierungssystemen wie DGNB, LEED oder BREEAM gefordert.

Bestandteile

  • Produktbeschreibung: Materialien, Herstellung, Verwendungszweck.
  • Umweltindikatoren: CO₂-Fußabdruck, Energieverbrauch, Wasserbedarf, Abfallaufkommen.
  • Lebenszyklusphasen: Herstellung, Nutzung, Rückbau, Recycling.
  • Gültigkeitsdauer: EPDs sind in der Regel 5 Jahre gültig.
  • Programmhalter: EPDs werden von Programmen wie dem Institut Bauen und Umwelt (IBU) oder EPD International herausgegeben.

Relevanz

  • Transparenz: Klare Informationen über die Umweltauswirkungen von Bauprodukten.
  • Zertifizierung: Voraussetzung für Nachhaltigkeitszertifikate (z. B. DGNB, LEED).
  • Vergleichbarkeit: EPDs ermöglichen den Vergleich von Bauprodukten.
  • Rechtssicherheit: Erfüllung gesetzlicher Vorgaben (z. B. EU-Taxonomie).

Beispielprojekt

Ein Bürogebäude in München nutzte EPD-zertifizierte Baustoffe, um die DGNB-Zertifizierung zu erreichen. Durch den Einsatz von Recyclingbeton und holzbasierten Dämmstoffen konnten die CO₂-Emissionen um 30 % reduziert werden.

Fazit

Die Environmental Product Declaration (EPD) ist ein unverzichtbares Werkzeug für nachhaltiges Bauen. Sie schafft Transparenz, fördert die Verwendung umweltfreundlicher Materialien und unterstützt die Zertifizierung von Gebäuden. Für Bauherren und Planer sind EPDs ein wichtiger Schritt zur Erfüllung der Klimaziele.