Kreislaufwirtschaft

Was ist Kreislaufwirtschaft?

Kreislaufwirtschaft Definition: Wirtschaftssystem, das Abfall durch Wiederverwendung, Recycling und Upcycling minimiert. Ziel ist die Schließung von Materialkreisläufen, um Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen zu reduzieren. Kriterien Abfallhierarchie: Vermeidung > Wiederverwendung > Recycling > Verwertung > Beseitigung. Recyclingquoten: EU-weit 70% für Bau- und Abbruchabfälle (ab 2020). Produktverantwortung: Hersteller müssen Recyclingfähigkeit sicherstellen. Digitalisierung: Nutzung von Materialpässen (z. B. Circularity Passport). Vorteile Reduzierung von Deponieabfällen und Rohstoffverbrauch.

Details und Kriterien

Kosteneinsparungen durch Wiederverwendung von Materialien. Compliance mit EU-Taxonomie und Nachhaltigkeitszertifizierungen. Förderung von Innovation (z. B. Urban Mining). Quelle: EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie Im Bauwesen umfasst Kreislaufwirtschaft Vermeidung, Weiter- und Wiederverwendung, Reparatur, Recycling, Rückbauplanung, schadstoffarme Materialwahl und Dokumentation. Die Abfallhierarchie bevorzugt Vermeidung und Wiederverwendung vor Recycling und Entsorgung. Planung muss Bauteilschichten, Verbindungen und spätere Nutzung mitdenken.

Relevanz im Bauwesen

Kreislaufwirtschaft reduziert Primärrohstoffbedarf, Deponierung und Umweltwirkungen. Sie betrifft Entwurf, Ausschreibung, Beschaffung, Baustellenlogistik und Betrieb. Besonders wichtig sind Materialpässe, selektiver Rückbau, Sekundärbaustoffe und Geschäftsmodelle für Rücknahme oder Wiederverwendung.

Einordnung und Abgrenzung

Der Begriff ist breiter als Recycling. Recycling verarbeitet Materialien zu neuen Rohstoffen, während Kreislaufwirtschaft auch Langlebigkeit, Reparatur, Wiederverwendung und Designentscheidungen umfasst. Verwandte Baulexikon-Begriffe: Recyclingfähigkeit, Sekundärbaustoffe, Design for Disassembly (DfD).

Quellen